...echt erlebt... 

Gott getroffen - Jesus gefunden

Gott ist sehr gut und hat wunderbare Pläne für unser Leben. Fragen Sie Christen! Wenn Gott in ein Leben tritt, verändern sich sehr viele Dinge spürbar. Oft sieht man es Menschen an, wenn sie Jesus begegnet sind. Sie leuchten.

Es ist immer überwältigend, wenn Menschen erzählen, wie sie Jesus kennengelernt haben. Warum?

  • In der Regel ist ein deutliches Vorher und Nachher auszumachen. Die Beziehung zu Gott verändert Menschen massiv.

  • Jesus bringt Sicherheit in unser Leben: Wir wissen, woher wir kommen, wofür wir gemacht sind und wohin die Reise geht. Zweifel, Ängste, Unsicherheit verschwinden. Neue Türen öffnen sich.

  • Manche werden frei von Abhängigkeiten und psychischen Erkrankungen oder fangen ein neues, "sauberes" Leben an.

  • Aber auch Christen aus gläubigem Elternhaus berichten, dass Jesus ihnen ein "Zuhause" gegeben, sie selbständig und charakterlich stark gemacht hat. Sie tragen das Erbe ihrer gläubigen Familie zu größerem Wachstum.

  • Die Vergebung durch Gott bewirkt, dass Ängste, Unvergebenes, Fesseln gelöst und Verletzungen geheilt werden. Die Freiheit des Egoismus ersetzt Gott durch wahre Freiheit. 

  • Gott lässt uns Menschen unsere Grenzen überschreiten:  Wir können vergeben, loslassen, auf "Rache" verzichten. Wir werden fähig, Beziehungen einzugehen, eine Ehe zu gestalten, die Firma ehrlich zu führen und Segensspuren zu hinterlassen. 

Okay: es ist schade, dass wir Christen oft diese Schönheit und Kraft "vergessen" oder durch neue Ängste ersetzen.

Wir müssen uns daran erinnern, dass wir Adler sind!

 

"Gott getroffen": Andi Huhn

Es ist wahr: "Gott hat dem Menschen die Ewigkeit ins Herz gelegt." (Prediger 3,11) und

"Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass ihn der Vater zieht." (Johannes 6,44)

Es wird vielleicht 1986 gewesen sein, als ein älterer Mann an unserer Haustür klingelte und meinen Großvater wünschte. Nun, dieser lebte leider seit bereits 20 Jahre nicht mehr. Der Besucher teilte meiner Großmutter mit, dass er dem Paul im Krieg eine Bibel versprochen habe, die er nun gern abliefern würde. Da meine Oma die Bibel nicht lesen mochte, bekam ich das gute Stück.

Ich begann wirklich zu lesen: 1. Buch Mose, 2. Buch Mose... und wunderte mich, wieso Gott Freude an dem Geruch von verbranntem Fleisch hatte. Die staatsbürgerkundliche Ausbildung der Polytechnischen Oberschule hatte mich durchaus nicht unberührt gelassen, ich diskutierte bei Bier - viel Bier - gern über die grundlegenden Fragen des Lebens. Grundtenor: da läuft was schief, es muss mehr geben.

Ein Jahr bevor ich 1989 zu den Grenztruppen der Deutschen Demokratisch Republik einberufen wurde - ich war ein paar Tage da, dann fiel die Mauer (Ich war es nicht!) - tappten ein paar Freunde auf der Suche nach Kultur und Geschichte in einen Stralsunder Hinterhof. Wir fanden nicht die gesuchte mittelalterliche Kirche, sondern eine freie Gemeinde. Der Pastor war "zufällig" da und lud drei von uns zu einem Bibelfernkurs ein. Dieser war überwältigend, ging es doch intensiv um Endzeit und die Offenbarung. Nicht die erste Wahl für Gottessucher, aber bei mir tat sich etwas.

Als Mitglied im Neuen Forum und begeisterter Demonstrationsgänger fühlte ich mich in eine erheblich falsche Zeit katapultiert, als ich zu 18 Monaten Grenzdienst nach Oranienburg eingezogen wurde. In meiner Naivität ließ ich das Wendereden auch dort nicht, bekam einen netten MfS-Unteroffizier als Gesprächspartner und wunderte mich, warum ich aus der Kompanie von 180 Soldaten als einer von dreien noch einmal zur Grenze nach Bayern abkommandiert wurde. Dort erlebte ich das Soldatenleben von der düsteren Seite. Nach 24 Stunden auf den Beinen winkte der Urlaub. Ich kam vom Grenzgang in mein völlig eingeschneites Zimmer: man hatte es mit Waschpulver überzogen und nannte das "Sibirischen Winter". Meine "Kameraden" erwarteten, dass ich das Zimmer gründlich reinige, ich entschied mich für die Abreise in den Urlaub, der Bus fuhr. 

Schnell waren die Tage vorbei, am Abend vor der Rückkehr betete ich: "Gott, jetzt ist es Zeit für ein Zeichen! Wenn es dich gibt, hilf mir!". Naja, das klingt sicher kitschig, aber es erschien eine Sternschnuppe und ich bekam innere Sicherheit, dass Gott mich raushauen würde. Auf der Fahrt zur Grenze schmiedete ich Fluchtpläne. In Oranienburg war ein Grenzer einfach in Westberlin geblieben, die Mauer war ja auf.

Angekommen stieg ich aus dem Bus und wurde mit den Worten empfangen: "Genosse Huhn, packen Sie umgehend ihre Klamotten! Sie werden versetzt.". Ich schaute keinem mehr in die Augen, ging wortlos in mein Zimmer, holte meine Klamotten und war weg. Gott hatte mich "rausgehauen" - unglaublich.

Es brauchte noch Schritte, bis ich ein einigermaßen zumutbarer Jünger Jesu wurde und lerne bis heute. Mir ist aber klar, dass ich Gott so ziemlich alles zu verdanken habe. Jesus hat mich fähig gemacht, eine Ehe zu führen und Verantwortung zu tragen. Er hat mir die "Fülle des Lebens" gegeben (Johannes 10,10). Oft sage ich ganz bewusst: Danke, Herr! Besser geht es nicht!

 

"Gott getroffen und im Gebet übernatürlich erlebt": BO

"...und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen,

wie der Geist ihnen zu reden eingab."  Apostelgeschichte 2,4

Als ich mit 20 Jahren nach Hamburg zum Studium kam, war die Vorstellung, dass es einen Gott gibt, bestenfalls eine Märchengeschichte oder eine veraltetet Tradition. Zu meinem großen Erstaunen lernte ich im Studium gleich mehrere Leute kennen, die nicht nur an Gott glaubten, sondern auch noch behaupteten, ER wäre persönlich erfahrbar. Eine schräge Vorstellung. Was mich aber zum Nachdenken brachte, war, dass diese Studienfreunde keine Spinner waren, sondern ganz normale Freunde, die aber etwas ausstrahlten, was mich anzog, etwas hatten, was mir irgendwie fehlte. Ich konnte das damals nicht in Worte fassen, fing aber an mich mit der Frage auseinanderzusetzen, ob es Gott gibt. 
Viele Gottesdienstbesuche, Gespräche und Bücher später habe ich dann in einem Gottesdienst ein Gebet gesprochen, das ich an Gott richtete. Es lautete ungefähr so: „Gott, wenn es dich wirklich gibt, dann will ich das gerne glauben. Aber alles, was ich bis jetzt gehört habe, ist so gegensätzlich zu dem, was ich vorher über dich vermittelt bekam, dass es mir schwer fällt zu glauben, dass es dich gibt und du persönlich erfahrbar bist. Ich will dir gerne mein Leben anvertrauen, meine Schuld bei dir ablegen und an einen Gott glauben, der mich persönlich liebt und meint. Aber irgendwie steht mir mein Verstand dabei im Weg...“ 
Das war der Anfangspunkt - vor mehr als 27 Jahren. Was mich dann neben meinem Übergabegebt wirklich überzeugt hat, bis heute als Christ durchs Leben zu gehen, war eine Erfahrung ein paar Wochen später: Ich begegnete Gott in der U-Bahn. 
Ich hatte Gott ja gebeten, für mich persönlich erfahrbar zu werden, nicht bloße Theorie zu sein. Tja, und was passierte, war, dass mir eines Morgens auf dem Weg zu meinem Aushilfsjob fremde, fast unaussprechliche Worte in den Sinn kamen. Gleichzeitig verspürte ich einen ganz tiefen Frieden und eine tiefe Gewissheit, dass Gott mich liebt, auch wenn mein Verstand das nicht fassen kann. Ich konnte plötzlich in Sprachen beten, wie es auch in der Apostelgeschichte 2 im Neuen Testament beschrieben ist. Ich wusste damals nicht einmal, was das genau war - es passierte einfach. Diese ganz persönliche Begegnung mit dem Heiligen Geist und diese Gabe des Sprachengebets haben sehr entscheidend Anteil daran, dass ich Christ wurde und blieb. Gott war für mich persönlich erfahrbar geworden und ist es bis heute.