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Healingroom - Nummer 5 (voraussichtlich die letzte...)


Das ist wahrscheinlich der letzte Post zu den Healing Rooms, genießt ihn also!

Wir sind jetzt schon einige Monate in den Healing Rooms und haben viel gesehen. Es ist ein faszinierendes Abenteuer, das wir jeden Samstag mit vielleicht 80 bis 100 Betern antreten. Ich habe immer noch diesen Zweifel in mir: Ist das wirklich real? Tun die nur so oder ist da echte Heilung? Oft sehe ich die komplette Heilung nicht oder ich kann schlecht einschätzen, was der Mensch vor mir wirklich erlebt. Ich sehe aber jeden Sonntag, dass Menschen lebensverändernde Begegnungen mit Gott haben. Das, was wir bei mindestens drei von fünf Menschen sehen, geht weit über körperliche Heilungen hinaus. Aber natürlich sehen wir Heilungen!

Die stärkste Sprache sind Zeugnisse. Ich scheibe einfach ein paar auf, die ich selbst erlebt oder Beter neben mir geteilt haben. Ich ändere die Namen.

Da ist Claudia. Sie kommt wegen ihrer Migräne, die unter Menschenmengen getriggert wird. Hier in den Healing Rooms fühlt sie sich nicht wohl. Sie hat Verdauungsprobleme und Wadenbeschwerden. Wir beten und hören und haben den Eindruck, dass Migräne und Bauch zusammengehören. Wir laden Jesus ein zu zeigen, wo der Schlüssel zur Heilung liegt. Der 22jährigen kommen unerwartet Bilder aus ihrer frühen Kindheit. Sie war oft im Krankenhaus. Tränen fließen, als wir mit ihr besprechen, wie dort die Furcht verlassen zu sein entstand. Um sich zu schützen, bastelt man dann eine Festung. Sie zu tragen, kostet unendlich Kraft. Wir gehen dem nach, denn die Ärzte hatten Erschöpfung diagnostiziert, die Claudia nie gespürt hatte. Die Migräne verschwindet, der Bauch ist okay. Sie hüpft und läuft im Raum umher und weiß nicht genau, wie das mit den Waden ist: 1 oder 0, auf keinen Fall 4 mehr. Sie will tanzen für Jesus.

Ein älterer Mann steht am Mikro – unter Tränen. Er braucht die Hilfe des Moderators, um sein Zeugnis zu geben. Vor 29 Jahren hatte er einen schweren Unfall und konnte sein dem seinen Körper abwärts der Hüfte nicht mehr spüren. Das Laufen fiel ihm schwer. Er beschreibt, wie er im Gebet plötzlich die Hände der Beterin spüren konnte, die seine Beine berührte. Jetzt spürt er Beine und Füße und demonstriert seinen Gang. Sieht immer noch wackelig aus, aber er läuft wie ein Sieger!

Dieser Mann war gekommen, um für seine Frau und sein Kind beten zu lassen. Das Gebetsteam hat den Eindruck, sie sollten für ihn beten. Sein Statement: „Ich liebe Schmerzen.“ Uha, passt gar nicht hierher. In jugendlichem Übereifer hatte er sich in einer Unterkunft zum Salto von einem Bett zum anderen überreden lassen. Das ging sehr schief. Den gespaltenen Oberschenkel reparierten die Ärzte mit einer Metallplatte und 13 Schrauben. Immer Schmerzen – seit Jahren. Nach dem Gebet ist er schmerzfrei, die Schrauben sind nicht mehr zu spüren. Ich verstehe das nicht, denke aber oft, diese Leute wissen ziemlich genau, welche Veränderungen in ihren Körpern vorgehen.

Lustig ist, wenn die Leute an eher nicht so öffentlichen Stellen sehr detailreich werden. Sie beschreibt, wie ihr Urin jetzt nicht mehr bräunlich, sondern glasklar und gelblich ist. Die circa 50jährige Dame weist auf ihren Ehemann als Zeugen. Sie wurde „Wächterin der Latrine“ genannt und litt seit Jahren an einer Blasenerkrankung. Sie besuchte täglich mindestens 15mal die Toilette und konnten nach dem Gebet vor einer Woche einen normalen Rhythmus vorlegen. Klingt nicht heroisch, ist aber sicher eine unglaubliche Erleichterung.

Jana aus Deutschland kam zu uns mit Rücken-, Knie-, Hals- und Kopfschmerzen. Wir beteten für sie und hatten starke prophetische Worte. Wir beten für den Rücken zuerst. Um die Heilung zu prüfen, lassen wir sie die Finger zu den Zehnspitzen bewegen. Das Gesicht verrät nix, aber „Das konnte ich vorher nicht.“ und zeigt uns die mickerige Bewegung, die vorher möglich war. Schmerzen weg, Knie ohne, Kopfschmerzen ade, nur der Hals blieb auf einer 1. Sie ging mit dem prophetischen Auftrag, das Reich Gottes mit Liebe in traditionellen Kirchen zu predigen – genau die Sache, die sie in Deutschland bereits gestartet hatte.

Ich habe am Wochenende für eine blinde Frau gebetet, die auf dem rechten Ohr kein Gehör mehr hatte. Gott berührte sie sichtbar, aber wir konnten keine Heilung feststellen. Echt frustrierend.

Ich stand aber mehrfach neben Leuten, die ihr Gehör wiedererhielten und ausflippten. Ein Mann Ende 30 konnte nicht fassen, dass er mit dem Auge, das er sich mit 9 Jahren verletzt hatte, komplett sehen konnte. Statt dieses grauen Schleiers jetzt komplett klare Sicht. Eine ältere indische Dame war mit Schlaganfallbeschwerden ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Diagnose: nicht wiederherstellbare Einschränkungen und fortscheitender Gedächtnisverlust. Sie war vor vier Wochen in den Healing Rooms und war jetzt wieder da. Die Ärzte hatten alles untersucht – alle Symptome waren verschwunden. Gesund.

Ach kommt, da gehen noch zwei aus dem prophetischen Bereich. Ben Armstrong leitet das prophetische Gebet für Einzelpersonen und hat auch ne Menge guter Stories auf Lager. Mal zwei kurze:

Die junge Frau betritt den Raum. Die Beter starten. Ein Beter rückt auf dem Stuhl hin und her. Er hat ein Wort und kann damit nichts anfangen. Andere ermutigen, erbauen, prophezeien. Er: ein Wort. Schließlich ist er an der Reihe seinen prophetischen Eindruck mitzuteilen: „Ich haben nur `Tannzapfen`“. Die junge Frau springt auf und verlässt fluchtartig den Raum. Sie kehrt zurück – ziemlich aufgelöst. Sie hatte über den Besuch der BSSM nachgedacht und wusste sich einfach nicht zu entscheiden. Sie wollte tun, was Gott für sie hatte. So hatte sie sich für den Besuch des prophetischen Gebets entschieden. Sie hatte mit Gott besprochen: „Wenn du willst, dass ich die BSSM besuche, lass einen der Beter einfach `Tannzapfen` sagen.“ Bäm, da war es. Im Gemeindecafé erzählte sie danach davon. Ein Ehepaar erklärte sich bereit ihre Studiengebühr zu übernehmen. Starke Sache!

Ein Pastor besuchte das prophetische Gebet aus Neugier. Der Leiterin erging es wie im Zeugnis oben. Das Wort, was sie erhielt, lautete „Zaleplon“. Das ist ne Schlaftablette. Man muss n bissl achtsam sein, wie man das einem Pastor sagt, aber in diesem Fall traf es den Kern. Der gelassene Pastor erwachte zu ausgelassener Begeisterung. Gott sah ihn: er litt seit Jahren an Insomnia und sollte jetzt seine Heilung erfahren.

Es bleibt dabei: Es gibt keine „Technik“, keine Qualifikationsstufen, keine Geheimrezepte. Heilung ist einfach und unverständlich. Heilung kommt aus der Beziehung zu Gott, nicht aus Wissen, Techniken oder Tricks. Heilung ist „Platzmachen für den Heiler in uns“. Jesus ist geheimnisvoll, zuverlässig und genial.

Da sind einige Beter in den Healing Rooms, die selbst krank sind und andere heilen. Diese eine Dame, ziemlich gebrechlich und an einem Stock gehend, fiel mir besonders auf. Sie und ihr Mann teilten ihre Geschichte. Judy war mit einem Gendefekt zur Welt gekommen und brauchte eine Spenderniere. Das Missionarsehepaar bewarb sich für die BSSM und genoss 2018/19 das Schuljahr. Das Paar wusste nicht, dass die Lebenszeit der Niere begrenzt ist. Schon beim Weihnachtsbesuch nach Südafrika, dann aber im Mai 2019 stellten sich unerträgliche Schmerzen ein. Die Geschichte ist länger, Judy musste schließlich mit Helikopter in das zentrale Krankenhaus in Sacramento eingeliefert werden. Morphium half nicht mehr. Leichte Druckstellen am Körper führten zu starken Blutergüssen. Sie begann regelmäßig bewusstlos zu werden. Die Ärzte stellten schließlich eine Krankheit fest, die ich leider nicht verstanden habe. Sie bereiteten den Daniel auf den Abschied vor: „Ihre Frau hat eine Überlebenschance von 10%.“ Judy wurde am 4. Juli 2019 (Independence-Day) aus dem Krankenhaus in ein Rehabilitationszentrum zum Sterben entlassen. Daniel weiß das genau, denn er weiß, dass an diesem Tag das Feuerwerk stattfand. Nun nahm er Kontakt zum Heilungsdienst in Bethel und zu einem Interventionsteam auf. Als das Team zum Gebet eintraf, lag Judy bewusstlos im Bett. Beide Beine waren bis zum Kniegelenk schwarz gefärbt. Judy und David sagen heute, dass dieser Besuch der Wendepunkt war. Judy war beim zweiten Gebet einige Zeit später bereits wach und kann sich selbst an den Besuch erinnern. Im September konnte sie das Bett verlassen und im Rollstuhl sitzen. Im Oktober nutzte sie das erste Mal einen Rollator, seit Dezember reicht ein Stock. Sie wirkt schwach, hat aber einen festen Griff und eine feste Stimme. Am Bein sind noch einige rötliche Stellen, kein Schwarz mehr. Ihre Ärztin sag: „Judy, sie sind schon speziell. Normalerweise geht das anders aus.“ Diese klapprige Frau ist also definitiv eine Glaubensheldin – so betet sie auch.

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