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Kultur der Ehre - ein Königreich für diese Welt

Viel, was wir hier an der Schule für übernatürliches Dienen lernen, geht tatsächlich tiefer als übernatürliche Heilung und Prophetie, obwohl das wirklich sehr cool ist! Es betrifft unser ganzes Denken, Sein und den Umgang miteinander. Wir beide haben hier einiges nachzuholen und manches aufzuräumen.


Da ist die „Kultur der Ehre“.

  • Es ist nicht nötig, dass du mir immer zustimmst. Wir gehören zusammen.

  • Ich ehre dich und applaudiere dir, auch wenn du dich mir nicht unterordnest.

  • Ich fühle mich sicher bei dir, auch wenn ich dich nicht kontrollieren kann.

  • Du musst nicht meinen Zwecken dienen, um wertvoll für mich zu sein.

  • Gottes Pläne für dich sind mir wichtiger als die Ziele unserer Kirche oder unseres Dienstes.

Das hat mich schon immer gestört, als Lehrer oft vor allem die Fehler herauszupulen und Arbeit von Jugendlichen einfach zu röten. Ich bin kein Fan von Nicht-Zensieren, aber die andre Perspektive, das Gold in einem Menschen zu entdecken und das zu feiern, gefällt mir besser.


Ihr wisst, ich liebe es zu sehen, dass gewöhnlich jeder Lehrer mit stehenden Ovationen, „preach it“ und Jubelschreiben begrüßt wird.

Jesus sagt in Matthäus 10,41: „Wer einen Propheten aufnimmt in eines Propheten Namen, der wird eines Propheten Lohn empfangen. Wer einen Gerechten aufnimmt in eines Gerechten Namen, der wird eines Gerechten Lohn empfangen.“

Es gibt ein paar erhellende Schlussfolgerungen daraus:

  • · Wenn ich einen Propheten nur als einen guten Kerl ansehe, verpasse ich das Reden Gottes für mein Leben. Ich werde von einer Lehrerin, die ich als langweilige Tante ansehe, nicht viel lernen. Du bekommst den Segen, die Fähigkeit, die Ehre, die du einer Person zusprichst.

  • · Wenn ich Gott nicht als guten Schöpfer und Vater ehre, erlebe ich ihn anders – so wie ich ihn antizipiere.

  • · Wenn ich einen Propheten ehre, profitiert nicht in erster Linie der Prophet, der geehrt wird. Ich profitiere! Das ist in der Welt ohne Gott anders.

  • · Ehren wir uns gegenseitig, heben wir uns und wachsen gemeinsam. Das Reich Gottes ist kein Kuchen! Ich muss nicht um mein Stück kämpfen. Teilen vermehrt hier! Wir sind Kinder, keine Waisen. Kenne ich meinen Vater im Himmel nicht, muss ich mich sorgen: ich kämpfe um meinen Anteil, ich schütze ohne zu teilen und horte für die möglichen Gefahren.

Ich denke manchmal über den Mangel guter Leiter in Unternehmen und in Politik nach. Kann es sein, dass es an Kultur der Ehre fehlt?

  • · Lohnt sich Verantwortung, wenn jeder X-Beliebige öffentlich Menschen in Verantwortung kritisieren, verlachen und verachten darf?

  • · Wo genau steht geschrieben, dass Verantwortung ausschließt Fehler zu machen?

  • · Ist es Gerechtigkeit oder Neid, was hinter sozialistischer Gleichheit steht?

  • · Regieren verantwortlich Gestaltende oder juristisch korrekt Verwaltende?

Der Tisch im Himmel ist rechteckig, nicht rund. Der Himmel ist gerecht und barmherzig, aber er ist nicht gleich! Vieles fühlt sich heute ungerecht an!

Mal drei konkrete Beispiele:

  • · Letzte werden im Himmel Erste sein und Erste Letzte. Und es ist gerecht!

  • · Der Pastor mit Corvette geht eigentlich gar nicht. Aber der Mann gibt zwischen 40% und 50% seines Einkommens aus seinen Büchern und Einnahmen für wohltätige und kirchliche Zwecke. Wer macht das sonst noch? Was darf man als Pastor eigentlich fahren?

  • · Hätte man David nicht nach dem Fall Batseba impeachen müssen? (Bin kein Trump-Fan, aber...) Gott nennt ihn „Mann nach meinem Herzen“ und Jesus heißt „Sohn Davids“. Keine Frage: Umkehr und Vergebung war nötig, aber…

Gott hat keine Welt der Verachtung und des Spottes auf dem Herzen. Er hat auch kein Problem mit unseren Fehlern - er hat die Lösung. Doch die "Kritiker", Zweifler und Ankläger beherrschen oft die Atmosphäre. Gute Früchte entstehen dadurch nicht. Wir Christen sind heute unsicher geworden. Missbrauch und Fehler haben uns das Vertrauen in uns selbst geraubt. Wir meinen oft erst vertrauen zu können, wenn die "Welt" auch zugestimmt hat. "Wenn der Spiegel es schreibt, könnte es vielleicht stimmen". Seit wann ist die Welt Maßstab für die Gemeinde? Da tobt ein Kampf - in unseren Köpfen (Römer 12,1-2 und 2.Korinther 10,3-6). Wir dürfen Fehler machen und wachsen. Wir (alle!) sind in SEINEM Bilde geschaffen und das verlangt Ehre – ganz praktisch: Achte den anderen höher als dich selbst! (Dann achtet dich der andere auch höher als sich selbst! Viele andere!)


Wirkliche Beziehung dringt in meine Träume, Erfahrungen, Verletzungen und Fehler ein. In der Kultur der Ehre lässt man seine Masken und Rüstungen fallen und macht sich verletzlich. Redet man nur über das Wetter, hat man keine wirkliche Beziehung zueinander.

Das ist auch ein Thema für Familien und Ehen. Wow brauchen unsere Kinder Väter und Mütter, die die Silberhochzeit im Fokus haben! Ist Ehe wirklich nur ein Stück Papier? Gottes Plan ist, dass Kinder in einem Bund, im Ehebund aufwachsen. Wohnt man nur zusammen, ist man natürlich freier, kann raus, kann sich schützen, kontrollieren, manipulieren, Druck ausüben. So ist man sicherer vor Verletzungen. Wirkliche Beziehungen wachsen in Verletzlichkeit. Ich hebe das Visier und lege die Waffe beiseite. Ich ehre meine Frau, wenn ich sage: „Du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben!“. Das macht mich verletzlich und es ist wunderbar.



Betritt man das Alabaster Prayer House, findet man im Flur das Foto einer Frau. Es ist Karen Holt. Karen Holt war Sekretärin von Bill Johnson und Mutter von drei Kindern. Als bei ihr Krebs diagnostiziert wurde, entschied sie sich Gott für ihre Heilung zu vertrauen. Sie kämpfte zwei Jahre für ihre Heilung, betete, suchte Gebet, besuchte Konferenzen. Ihre Freunde und Verantwortlichen empfahlen ihr den Ärzten und ihren Behandlungsvorschlägen zu folgen. Sie glaubte an den Gott der heute heilt. Lag sie nicht völlig falsch? Handelte sie nicht unverantwortlich und leichtsinnig? Bethel ehrt sie als Vorläuferin und Vorkämpferin für das, was wir heute hier sehen. Diese Sichtweise, die Fehler zu sehen und das Herz zu ehren, ist eine starke Kultur, die für mich viel von dem reflektiert, wie Gott uns auch behandelt. Die Kultur ist hier: Ich werde die Beziehung zu dir nicht davon abhängig machen, dass du dasselbe denkst wie ich! Am liebsten würde ich dich jetzt kontrollieren, aber ich gebe dir Freiheit zu entscheiden…und wir gehören zusammen. Ich werde dich ehren und mich nicht enttäuscht abwenden. Wir gehören zusammen, weil wir dem Einen nachfolgen. So finden sich halt ziemlich unterschiedliche Menschen zusammen und bilden eine erstaunliche Gemeinschaft kraftvoller Weltveränderer.


Ich empfehle zudem ein unglaublich geniales Buch, das man locker zweimal lesen muss:

Danny Silk und Bill Johnson: Kultur der Ehre


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