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Prophetie - Gott redet!

Heut mal was zum Thema „Prophetie“. Bethel arbeitet hart daran, eine prophetische Kultur zu pflegen. Es hat nichts mit Bärten, tiefen Stimmen und Aussprüchen in Luthersprache zu tun. Paulus ermutigt Christen sich besonders nach der prophetischen Gabe auszustrecken (1. Kor 14,1), weil Menschen erleben, dass Gott Dinge offenbart, die niemand wissen kann. Er verbirgt sie FÜR uns, nicht vor uns! (Sprüche 25,2)


Fast jeder BSSM Schüler führt ein Tagebuch, in dem auch die prophetischen Worte gesammelt sind. Die wichtigste Erkenntnis ist vielleicht, dass Gott eigentlich zu jedem Menschen spricht. Innere Eindrücke, Staunen über die Natur oder Kinder, plötzliche Eingebungen, Träume, Visionen, Gewissheit über eine Sache, innerer Frieden, das Highlighten von Bibelversen oder Personen. Gottes Wesen ist Kommunikation. Jesus ist das Wort Gottes. Nicht alles ist Gott, aber manches schon. Muss man halt prüfen (1Thess 5,20-21).


Ich selbst liebe besonders „Worte der Erkenntnis“. Du bekommst einen Namen, erkennst ein Problem oder eine Krankheit, den Beruf, ein Bild, die Adresse oder ein Datum für eine Person. Menschen erleben, dass Gott sie sieht und kennt. Ich habe einmal das Arbeitszimmer einer Frau beschreiben können – das war ihr Tag: „Wow, Gott sieht, liebt und kennt mich.“ Manchmal kommen Menschen zum Gebet. Wenn man fragt wofür, bekommt man die Antwort: „Sag du es mir!“. Hier ist Hören angesagt. Sehr spannend, wenn es nicht ein „Spielchen“ ist.

Aaron hat ein Keyboard bekommen und begonnen zu üben. Es war sehr ermutigend, dass er in der Chapel – Time in der Schule das prophetische Wort bekam, er möge sich auf einen Klavierauftritt vorbereiten. Keiner wusste es in der Schule, schon gar nicht der Gast, der das prophetische Wort hatte. Übrigens: die Schüler der Bethel Christian School werden von Anfang an darauf vorbereitet, Gottes Stimme wahrzunehmen. Die Chapel – Time (Schulgottesdienst) beginnt mit Zeugnissen von dem, was Gott getan hat. Und da Gott wieder tun will, was er schon einmal getan hat, wird mit den Erlebnissen – Heilung, Bewahrung, Versöhnung, Wunder – der Rest der Schule gesegnet. Das ist Prophetie. Und es kommt immer wieder vor, dass die Schüler einfach auf einen Gast zugehen und ihm Eindrücke mitteilen, die sie von Gott bekommen haben. Wie genial! (Ach, ich muss es hier sagen: Chuck Perry eröffnet seine Vorlesung mit: "Wer hat in der letzten Woche ein Wunder getan?" Da stehen vier, fünf, sechs Leute auf und erzählen ziemlich geniale Sachen.


Manchmal ist die Sprache etwas schmerzhaft. Der Sohn eines unserer Freunde war auf der Young-Saints-Conference und spürte plötzliche einen Schmerz im Nacken links. Der 15jährige war sich sicher, dass es nicht sein Schmerz war, fragte seine Nachbarn und der dritte hatte Schmerzen genau dort. Gebet: weg – beide. Er hat es von Randy Clark gelernt – sehr horizonterweiternd!


Es ist erlaubt und sogar ein Auftrag, sich nach diesen Gaben auszustrecken. Man darf das lernen, Fehler machen und üben. Dafür sind unsere Revival-Groups da, immer wieder wird Zeit eingeräumt auf den Heiligen Geist zu hören.


Wie wichtig das ist, haben wir selbst erlebt: Wir haben seit 2017 vor allem drei prophetische Worte gehabt:

  1. „Mir geht es nicht um euren Dienst und neue Programme, mir geht es um Gemeinschaft mit euch!“

  2. „Ich habe Neues für euch!“

  3. „Ihr seid auf der Straße der Versorgung. Das „Neue“ kommt später.“

Als bei mir im Sommer 2018 Krebs diagnostiziert wurde, zögerten wir nicht, die Schwedenfreizeit zu begleiten und uns für ein Sabbatjahr vorzubereiten. Ein fester Anker unseres Friedens war, dass Gott uns ja „Neues“ verhießen hatte und wir also beherzt in die Zukunft planen konnten. Man tut solche Dinge normalerweise nicht, auch kein Schuljahr mit 49 in einem fremden Land. Das ist einer der Gründe, warum ich so froh bin, Jesus zu kennen. ER ist ein Abenteurer!


Mein Lehrerherz möchte jetzt eigentlich einiges zum Thema „Prophetie“ ausschütten, weil das so wertvoll und stark ist. Ich verweise aber auf Kris Vallotons Buch „Basistraining für den prophetischen Dienst.“


Dieser recht lustige Mensch weiß Erlebnisse prophetischer Art zu berichten, die man einfach selbst lesen muss. Wenn man weiß, dass er unter Mitgliedern des Kongresses, Ministern und Regierungschefs verschiedener – auch europäischer Länder – diente und dient und auch ziemlich skurrile Sachen beim Frühstücksempfang des amerkanischen Präsidenten vom Stapel gelassen hat, ahnt man, was man alles nicht in der Zeitung liest. Er betont, dass prophetisches Reden auch Realitäten herstellen kann. Ein Wort zu einem Gast vor reichlich 10 Jahren änderte dessen Leben. Kris sprach ihn als „reinen, starken Mann an“. Von dem Tag war er von Drogen frei. Sieben Jahre später war er noch immer frei und fand seine Freundin. Nach neun Jahren heiratete er. Gott verändert Menschen.

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